Mode & Marken /18. November 2016

Qualität, die verbindet – die Marke Semler im Porträt

verschiedene Schuhmodelle in der Fertigung

Der Blick geht durch die helle Fertigungshalle, in der auf Tischen und in Kisten verschiedene Schuhsohlen, Schnürsenkel und andere Einzelteile, aus denen später ein fertiger Schuh entstehen soll, gestapelt sind. Wir befinden uns in der Schuhfabrik Semler im beschaulichen Pirmasens. Die Marke Semler ist vielen Kundinnen bekannt, denn sie steht für hochwertige, modische Damenschuhe, die durch Tragekomfort und eine exakte Passform überzeugen. Ein Schuh von Semler ist Wellness für die Füße. Und so liegt neben dem modischen Aspekt das Hauptaugenmerk bei der Produktion vor allem auf der Funktion und der Passgenauigkeit der Schuhe.

Traditionelles Schumacherhandwerk seit 1863

Die Erfolgsgeschichte beginnt im Sommer 1863, als der gelernte Schuhmachergeselle Carl Semler in Pirmasens einen selbstständigen Schuhmacherbetrieb gründete. Die Anfänge waren klein und bescheiden und man startete zuerst mit der Herstellung von Stoffpantoffeln und Plüschschuhen, die für das traute Heim gedacht waren und besonders Arbeitern nach einem langen Tag in der Fabrik ein Stück Gemütlichkeit vermitteln sollten. Die Nachfrage wuchs stetig und schon bald begann Semler, sein Sortiment auf Damenschuhe auszuweiten.

Im Jahre 1890 zählte Semler bereits 70 Mitarbeiter. Auch die folgenden Jahre waren erfolgreich und so ist es nicht verwunderlich, dass die Semler-Schuhfabrik im Jahr 1925 auf 500 Mitarbeiter anwuchs, die 1.800 Damenschuhe am Tag fertigten. Nach der Zerstörung des Betriebs im 2. Weltkrieg waren es auch die Mitarbeiter, die das Unternehmen Stück für Stück wieder aufbauten und die Erfolgsgeschichte weiter vorantrieben. Ende der Vierzigerjahre wagte Semler dann den großen Schritt und fertigte ab sofort nur noch Damenschuhe an.

älterer Mann mit Lederstück bei der Arbeit in einer Fabrik

„Im Mittelpunkt steht der Mensch, den wir immer wieder für unsere Produkte begeistern möchten“

Mittlerweile befindet sich das Unternehmen in der fünften Generation in Familienhand und ist zu einem bekannten Namen avanciert, der für modisches Schuhwerk steht, das mit viel Wissen um traditionelle Handwerkskunst und Blick aufs Detail angefertigt wird. Schuhe der Marke Semler erfreuen sich auch 153 Jahre nach Gründung des Unternehmens nach wie vor großer Beliebtheit. Ob sportiver Chelsea-Boot oder klassischer Pumps: Die Frau von heute vertraut Semler, wenn es um die Wahl des passenden Schuhs geht.

Der Hang zur Beständigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Unternehmen. Auch wenn Teile der Produktion mittlerweile nach Ungarn verlagert wurden, so hält Semler seinem Gründungsort Pirmasens weiterhin die Treue. Die mehr als 550 Mitarbeiter, davon mehr als 160 allein in Deutschland, sind stolz darauf, Qualität made in Germany zu liefern, die auch in den europäischen Nachbarländern reißenden Absatz erfährt. Um stets am Puls der Zeit zu arbeiten, arbeitet in der Firmenzentrale ein kleines Team aus Entwurfsmodelleuren und vier technischen Modelleuren in enger Abstimmung zusammen. So werden neue Schuhmodelle konzipiert, Ideen besprochen und innovative Materialien getestet, die den hohen Semler-Qualitätsmaßstäben entsprechen.

Eine langjährige Freundschaft geprägt von gegenseitigem Respekt

ein paar modische Wildlederstiefeletten
Bereits seit vielen Jahren bietet Vamos » Markenschuhe von Semler im Sortiment an. Die Zusammenarbeit zwischen den Marken ist mehr als eine geschäftliche Verbindung und ist über die Jahre hinweg zu einer partnerschaftlichen Beziehung mit beiderseitigem Vertrauen und Engagement geworden. Geschäftsführer Becker ist überzeugt, dass Semler mit Vamos einen „langjährigen, erfahrenen Partner“ an der Seite hat, wenn es um Schuhe und insbesondere die Schuhherstellung geht. Und so überrascht es auch nicht, dass Semler-Schuhe insbesondere bei Vamos eine große Resonanz erfahren. Ob Stiefelette, Sportschuh oder Mokassins, die Kundinnen sind begeistert und loben neben dem Design vor allem die hochwertigen Trageeigenschaften, die für einen Großteil der Vamos-Kundinnen kaufentscheidend sind.

Nach dem größten Wunsch für sein Unternehmen gefragt, gibt sich Becker bescheiden, aber dennoch zielgerichtet. Er verfolgt nicht das Ziel, „schneller, weiter, besser“ zu werden, sondern weiß, dass Qualität auch eine Frage von Zeit und Entwicklung ist. Sein wichtigstes Anliegen sei die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden, so Becker. Neben der Herstellung eines qualitativ hochwertigen Produktes ist es auch die „stete Weiterentwicklung“, die den gelernten Diplom-Wirtschaftsingenieur vorantreibt und optimistisch in die Zukunft blicken lässt. „Wenn wir unsere Maßstäbe und Werte an die sechste Generation erfolgreich weitergeben können, dann ist schon ein großer Schritt getan.“

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