Rund um den Schuh

Passformberater


Wissenswertes über die unterschiedlichen Macharten von Schuhen

Da es verschiedene Vorgehensweisen gibt, wie sich der Schaft und der Boden eines Schuhs miteinander verbinden lassen, spricht man auch von »Macharten«. Sie unterscheiden sich in Herstellungsaufwand, Qualität und Preis.


Der Ago-Schuh = geklebte Machart

Seit der Erfindung des Klebstoffs ist es möglich, den Schaft mit der Brandsohle sowie der Laufsohle schnell und kostengünstig zu verbinden. Der Schuh behält durch dieses Verfahren lange seine ursprüngliche Form, ist leicht und zudem biegsam.

Der Mokassin-Schuh

Entstanden ist diese Machart in Anlehnung an die Schuhe der Indianer. Der Schaft ähnelt einer Socke. Der sog. Mokassin-Einsatz wird mit der typischen, wulstigen Naht mit dem Schaft verbunden. Durch den Verzicht auf eine Brandsohle ist der Schuh extrem flexibel, weich und biegsam und passt sich gut der Fußform an.

Der California-Schuh = hauptsächlich mit Näharbeiten

Das Erkennungsmerkmal des California-Schuhs ist der zwischen Schaft und Laufsohle verlaufende Bezugsstreifen. Er wird unter der Brand- und der dicken Zwischensohle festgeklebt und ist gleichzeitig die Verbindung zur Laufsohle. Diese Art der Herstellung macht den Schuh sehr bequem, leicht und flexibel kommt deshalb häufig bei fersenfreien Modellen zum Einsatz. Diese Machart eignet sich gut für empfindliche Füße.

Der gestrobelte Schuh

Bei dieser Herstellungsmethode wird der Schaft zunächst mit einer Kettelnaht durch sog. »Strobel-Maschinen« mit der Brandsohle verbunden und anschließend auf den Leisten aufgezogen. Die Laufsohle besteht aus einem speziellem Werkstoff und wird direkt an den Leisten angespritzt – so verbindet sie sich mit dem Schaft und der Brandsohle. Man nennt diese Methode auch »direktbesohlte« oder »angespritzte« Machart (ohne Kleben).
Weichheit und Flexiblität sind die Merkmale gestrobelter Schuhe.


Die wichtigsten Schuhtypen

Ballerina

...ein leichter Schuh mit meist abgerundeter Spitze und extrem flachen Absatz.

Flamenco

...ist ein vorne offener/hinten geschlossener Pumps – neuerdings auch Peeptoe genannt.

Pantoletten

...sind immer fersenfrei zum Reinschlüpfen. Die im Vorderfuß geschlossene Form wird auch als Sabot bezeichnet.

Pumps

...haben eine schlichte elegante Grundform ohne Verschluss – zum Reinschlüpfen.

Sandaletten

...sind immer mit Fersenriemchen versehen. Sie können den Vorfuß ganz umschließen oder auch mit Hilfe schmaler Riemchen sehr viel Fuß zeigen.

Schnürschuhe

...unterteilen sich in die zwei Hauptgruppen Blattschnitt und Derbyschnitt.

Slingpumps

...ein spezieller Pumps mit Fersenriemchen – hinten offen.

Slipper

...haben keine Schnürung, dafür aber einen Elastikeinsatz/Klettverschlüsse.

Stiefel

...sind mindestens wadenlang oder länger. Geschnürt, mit Reißverschluss oder Elastik-Einschlupf.

Stiefeletten

...sind knöchelhoch oder reichen maximal bis zur unteren Wade.

Trotteurs

...sind elegante Schuhtypen und haben meist einen mittelhohen Absatz (oft blockartig).