Bewegung /6. Juli 2017

Geben und nehmen – Stück für Stück zu mehr Nachhaltigkeit

Frau, die Hände in die Luft hält

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde und wir alle möchten ein Stück dazu beitragen, dass unsere Erde auch für die nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. Aber was genau bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich und wie kann jeder einzelne von uns nachhaltig leben, ohne komplett auf so manch liebgewonnene Gewohnheit verzichten zu müssen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt Ihren Alltag ein bisschen nachhaltiger gestalten können und sich selbst, Ihren Lieben und natürlich der Umwelt, ein Stück Gutes tun.

Der ökologische Fußabdruck

großer Fußabdruck aus Stroh inmitten eines Waldes
In Verbindung mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz wird sehr oft auch vom ökologischen Fußabdruck gesprochen und oftmals wissen viele Menschen gar nicht, was sich dahinter verbirgt und warum der ökologische Fußabdruck so eine große Bedeutung hat.
Jeder von uns hinterlässt durch sein tägliches Tun und Handeln – ob es nun durch das Heizverhalten, unsere Essgewohnheiten oder die Wahl der täglichen Transportmöglichkeiten ist – einen „ökologischen Fußabdruck“ auf der Erde, der auf Dauer die Ressourcen beeinträchtigt. Der ökologische Fußabdruck stellt die Nutzfläche dar, die zur Bereitstellung des Rohstoff- und Energiebedarfs in Anspruch genommen wird. Je größer also Ihr Güter- und Rohstoffverbrauch ist, desto größer wird auch Ihr Fußabdruck.

Ihr Beitrag für eine nachhaltige Zukunft

Nahaufnahme einer grünen Pflanze
Mehr Nachhaltigkeit in Ihrem persönlichen Umfeld und im Alltag ist der erste Schritt zu einem umweltbewussteren Leben. Wie so oft, fangen große Veränderungen meist im ganz Kleinen an: in den eigenen vier Wänden.
Schauen wir zuallererst in Ihr Wohnzimmer, genauer gesagt auf die Heizkörper: Wenn Sie nachhaltiger heizen möchten, dann sind freistehende Heizkörper das A und O. Sicherlich gehen Sie schon sehr bewusst mit Strom und Energie um und schalten die Heizung nur ein, wenn es wirklich notwendig ist. Aber Sie können noch ein wenig mehr tun, um umweltschonender zu heizen und langfristig Kosten und Ressourcen zu sparen. Achten Sie beim Heizen auf eine möglichst gleichbleibende Temperatur und vergessen Sie nicht, wenn Lüften notwendig ist, die Fenster nur für eine kurze Zeit zu öffnen; dies kann durchaus kräftiges Stoßlüften sein.

Der Computer, der Wasserkocher, das Radio – in jedem Haushalt gibt es eine Vielzahl von Geräten, die über längere Zeit am Stromnetz angeschlossen sind. Auch wenn sich das nicht immer vermeiden lässt, so achten Sie doch darauf, nur die notwendigsten Geräte beim Verlassen des Hauses am Stromnetz angeschlossen zu lassen. Schalten Sie sie zudem immer komplett aus und vermeiden Sie den Stand-by-Modus.

Neben Haushaltsgeräten sind es vor allem Leuchten, die Ihre Energiebilanz negativ beeinflussen können. Auch wenn Sie Ihre Lampen nicht häufig anschalten, achten Sie darauf, dass diese nicht kontinuierlich in der Steckdose stecken. Denn, auch wenn sie nicht im Gebrauch sind, ziehen sie heimlich Strom. Hier bieten sich für die mühelose Handhabung ausschaltbare Steckdosenleisten an. Darüber hinaus sind Energiesparlampen und LEDs besonders empfehlenswert, da diese grundsätzlich weniger Strom verbrauchen als normale Glühlampen.
graues Bett mit Bettwäsche
In Ihrem Schlafzimmer gilt Ähnliches, wenn es um die optimale Raumtemperatur geht: In der Heizsaison nur kurz, dafür aber regelmäßig lüften. Die Rollläden können Sie dabei als Wärme- oder Kälteschutz nutzen, je nach Saison. Manchmal ist es jedoch auch schon mit der richtigen Bettwäsche getan: spezielle Naturmaterialien, wie Leinen oder Baumwolle, sind hautsympathisch, sorgen für eine optimale Temperaturzirkulation und wirken sich positiv auf Ihr Wohlbefinden aus.

Bei der Nutzung Ihrer Küche gibt es viele Kleinigkeiten, die Sie tun können, damit Ihnen das Energiesparen noch leichter fällt. Nutzen Sie bereits die Restwärme von bereits abgeschalteten Kochplatten oder vom Ofen, um den Raum etwas aufzuwärmen? Wenn nicht, dann sollten Sie dies tun, denn diese Maßnahme ist besonders in den kälteren Monaten sehr angenehm. Beim Kochen können Sie Strom einsparen, indem Sie den Durchmesser der Kochplatte mit dem des Topfes abstimmen und zusätzliche Schnellkochtöpfe verwenden.

Aber nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch auf dem Weg zur Arbeit oder bei Ausflügen können Sie nachhaltig handeln: Carsharing ist eine praktische und zugleich umweltschonende Alternative zum eigenen Auto. Leihen Sie sich doch einfach für kürzere Strecken ein Auto oder teilen Sie sich ein gemeinsames Fahrzeug mit Ihren Familienmitgliedern. Noch besser ist es natürlich, wenn Sie auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad ausweichen.

Umweltbewusst Säen und Ernten

Frau mit einer Gießkanne, die in einem Salatfeld steht.

Für die gartenaffinen Leser unter Ihnen, empfehlen wir, Ihren Komposthaufen ein wenig genauer anzuschauen. Kompostieren ist immer eine gute Methode, um Lebensmittelreste wie Schalen und Kerne umweltbewusst zu entsorgen, damit daraus später nährstoffreicher Dünger für Ihre Pflanzen werden kann.

Pflanzen brauchen Wasser, das ist ganz normal, vor allem wenn die Temperaturen steigen. Daher sollten Sie besonders im Sommer darauf achten, abends zu gießen, denn dann verringert sich die Verdunstung des Wassers und Sie benötigen weniger.

Kaufen und pflanzen Sie regional: Der lange Transport tropischer Früchte in den Wintermonaten oder der ganzjährige Verkauf bestimmter Obstsorten ist auf Dauer alles andere als umweltschonend. Kaufen Sie daher lieber saisonale Lebensmittel, möglichst aus regionalem Anbau. Wenn Sie einen eigenen Garten haben, dann können Sie auch selbst Obst und Gemüse anbauen. Nutzen Sie die kühlen Wintermonate, um vorausschauend Ihren Garten zu planen und freuen Sie sich auf die erste eigene Ernte.

So messen Sie Ihren individuellen Verbrauch

Fußspuren im Sand
Werden Sie aktiv und leisten Sie Ihren Beitrag zu einem bewussteren und nachhaltigerem Lebenswandel. Nachdem Sie Tipps für Ihr Zuhause erfahren haben, können Sie nun mittels eines Tests Ihre tatsächlichen Auswirkungen alltäglicher Gewohnheiten, wie Ihren Fleischkonsum oder das Heizverhalten messbar machen und erhalten zudem Tipps, wo Sie Ihre Energiebilanz noch ein wenig verbessern können. Wir sind gespannt auf Ihren ganz individuellen ökologischen Fußabdruck.

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